Auf einen Blick
- Anlagen: vier Hafenbecken mit rund 3,2 Kilometern Kaikante
- Wassertiefe: bis zu 8,5 Meter im Südhafen
- Umschlag 2025: rund 2,3 Millionen Tonnen
- Hafenmeisterei: rund um die Uhr erreichbar
Was wird im Hafen umgeschlagen?
- Baustoffe wie Sand, Kies und Zement
- Getreide, Raps und Futtermittel
- Holz und Holzpellets
- Bauteile für Windenergieanlagen
- Stückgut und schwere Einzelteile für Industrieanlagen
Seit 2024 verfügt der Südhafen über einen Schwerlastkai, an dem Rotorblätter und Turmsegmente für Windparks verladen werden. Ein Gleisanschluss verbindet die Kaianlagen mit dem Schienennetz; so kann ein Teil der Güter ohne Lastwagen weitertransportiert werden.
Hafenentwicklungskonzept 2035
Die Stadtvertretung hat 2024 auf Empfehlung des Ausschusses für Wirtschaft, Hafen und Tourismus das Hafenentwicklungskonzept 2035 beschlossen. Es sieht vor, die Schwerlastfläche im Südhafen um sechs Hektar zu erweitern, den Gleisanschluss zu erneuern und den Hafen klimafreundlicher zu betreiben. Am Liegeplatz 7 wird bis zum Frühjahr 2027 eine Landstromanlage gebaut: Schiffe können dort ihren Strombedarf aus dem Netz decken, statt ihre Dieselgeneratoren laufen zu lassen. Das Land fördert die Anlage mit 70 Prozent der Kosten.
Vom Umschlagplatz zum Stadtquartier
Die historischen Speicher am Binnenhafen werden seit Langem nicht mehr für den Umschlag genutzt. In ihnen befinden sich heute unter anderem das Hafenmuseum im Speicher 7, die Studiobühne des Theaters im Kulturspeicher und ein Jugendzentrum. Für die leer stehenden Speicher 3 bis 5 schafft die Änderung des Bebauungsplans Nr. 64 die Voraussetzungen für Wohnungen, Büros und Gastronomie; die Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Wer mehr über die Geschichte erfahren möchte, kann an der Hafenführung „Speicher, Schiffe, Kaufleute“ teilnehmen.
Flächen und Liegeplätze
Der Eigenbetrieb vermietet und verpachtet Hafenflächen an Unternehmen, deren Tätigkeit auf den Hafen angewiesen ist. Für größere Investitionen können Flächen im Erbbaurecht mit einer Laufzeit von bis zu 40 Jahren vergeben werden. Für die Nutzung der Hafenanlagen werden Entgelte nach der Hafenentgeltordnung erhoben. Schiffe melden ihre Ankunft spätestens 24 Stunden vorher bei der Hafenmeisterei an.
Sicherheit im Hafen
Die Umschlaganlagen unterliegen den internationalen Vorschriften zur Gefahrenabwehr in Häfen (ISPS-Code). Sie sind eingezäunt und nur mit einer Zugangsberechtigung zu betreten. Die öffentlichen Kaiflächen am Binnenhafen und die Promenade an der Hafenkante sind davon nicht betroffen.