Auf einen Blick
- Grundlage: Klimaanpassungskonzept der Hansestadt Musterstadt (2024)
- Starkregen: Starkregengefahrenkarte für das gesamte Stadtgebiet
- Hitze: Hitzeaktionsplan gemeinsam mit dem Gesundheitsamt
- Förderung: Zuschüsse für Begrünung, Entsiegelung und Regenwassernutzung
Starkregen
Bei heftigen Niederschlägen kann die Kanalisation das Wasser nicht vollständig aufnehmen. Die Starkregengefahrenkarte zeigt, wo sich Wasser bei einem außergewöhnlichen und bei einem extremen Regenereignis sammelt und wie hoch es stehen kann. Eigentümerinnen und Eigentümer können damit prüfen, ob ihr Grundstück gefährdet ist.
Die Stadt schafft zugleich mehr Raum für Regenwasser: Straßen und Plätze werden nach dem Prinzip der „Schwammstadt“ so umgestaltet, dass Wasser versickern, gespeichert und verdunsten kann. Ein Beispiel ist der neu gestaltete Lindenplatz in der Nordstadt, dessen Mulden bei Starkregen bis zu 400 Kubikmeter Wasser aufnehmen können.
Hitze
Hitze belastet vor allem ältere Menschen, Säuglinge, Kleinkinder und chronisch Kranke. Nach dem Hitzeaktionsplan informiert die Stadt bei Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen und veröffentlicht eine Liste kühler Orte, zum Beispiel die Stadtbibliothek und die Museen. Im Stadtgebiet gibt es inzwischen elf öffentliche Trinkwasserbrunnen; drei davon gehen auf Vorschläge aus dem Bürgerhaushalt 2026 zurück. Außerdem pflanzt die Stadt jedes Jahr mindestens 300 zusätzliche Straßenbäume, bevorzugt Arten, die Trockenheit gut vertragen.
Sturmflut und Hochwasser
Für die Landesschutzdeiche ist das Land zuständig, für den Hochwasserschutz im Hafen die Stadt. Die neue Promenade an der Hafenkante, die bis zum Sommer 2027 fertiggestellt wird, dient zugleich als Hochwasserschutzanlage. Bei einer Sturmflut warnt die Stadt über die Warn-App NINA und über Lautsprecherdurchsagen. Bitte beachten Sie die Wasserstandsvorhersagen des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie und entfernen Sie Fahrzeuge rechtzeitig von den Kaiflächen.
Was können Sie selbst tun?
- Rückstausicherung im Keller regelmäßig warten lassen
- Kellerfenster und Lichtschächte gegen eindringendes Wasser sichern
- Dächer und Fassaden begrünen
- versiegelte Flächen im Garten entsiegeln
- Regenwasser in einer Zisterne sammeln
- Fenster tagsüber mit außen liegendem Sonnenschutz verschatten
Für mehrere dieser Maßnahmen gibt es Zuschüsse der Stadt. Informationen finden Sie unter Förderprogramme.